(Text und Bild: Adrian Sasmaz)

Im Mai gedenken wir wieder in besonderer Weise der Gottesmutter. Zwar wird es vorerst keine gemeinsame
Maiandacht geben aber das kann und soll uns nicht daran hindern, unsere Nöte und Bitten, aber auch die Momente der Hoffnung und Freude mit Maria zu teilen. 
Vielleicht kann uns dabei das älteste bekannte Mariengebet helfen. Es stammt im Kern aus dem 3. Jahrhundert:


Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir,
o heilige Gottesgebärerin;
verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten,
sondern erlöse uns jederzeit von allen Gefahren.
O du glorreiche und gebenedeite Jungfrau,
unsere Frau, unsere Mittlerin,
unsere Fürsprecherin.
Versöhne uns mit deinem Sohne,
empfiehl uns deinem Sohne,
stelle uns deinem Sohne vor.

Obwohl das Gebet schon so alt ist, ist es gleichzeitig aktueller denn je. Gerade heute sehen wir uns wieder von Gefahren und Nöten bedrängt. Unser Alltag hat sich verändert. Was bleibt? Was stützt uns? Worauf können wir heute noch bauen? Auf die Liebe und Hilfe Gottes! Das ist die christliche Hoffnung. Maria ist Sinnbild einer solchen grenzenlosen Hoffnung und eines tiefen Vertrauens in Gott.

Gebet im Marienmonat Mai