Bild Laacher SeeAm Dienstag, den 03.Juli 2018 traf sich eine fröhliche Gruppe vor der Herz Jesu-     Kirche, um sich, bei strahlendem Sonnenschein, nach Maria Laach aufzumachen.

Organisiert wurde dieser Ausflug von der kfd-Herz Jesu.

Am Ziel angekommen, wurden wir von unserem Guide empfangen, der uns sehr umfassend und kompetent bei unserer Führung informierte.

So war unsere erste Station der Waldfriedhof. Dieser wurde 1920 außerhalb des Klausurbereiches angelegt. Hier fanden Angestellte und Verwandte der Mönche ihre letzte Ruhe.

Seitlich von der Abteikirche steht die neuromanische Kapelle, die Johanneskapelle, die 1864 erbaut wurde. Ihren Namen hat sie seit der Neugründung der Abtei durch die Beuroner Benediktiner im Jahr 1892. Das Schweizer Dach des Kirchleins ist Pater Mauricius Gisler zuzuschreiben, einem Angehörigen der Erzabtei Beuron, der im Kanton Uri (Schweiz) aufgewachsen war.

(Die Benediktinerabtei Laach war 1802 nach 700-jährigem Bestehen in Folge eines Säkularisationsedikts, von Napoleon unterzeichnet, aufgehoben worden. -So wurden auch 2 Glocken nach St. Kastor in Koblenz, zum Einschmelzen, gebracht-.

Das leegeräumte und verlassene Kloster wurde französische und 1815 preußische Domäne. Der Jesuitenorden, der damals vor allem in Deutschland sehr an Zahl zunahm, suchte dringend nach einem großen Ordenshaus. In Laach, so glaubte man damals, hatte man eine ideale Möglichkeit gefunden).

Heute wird die Johanneskapelle für Taufen und Hochzeiten genutzt.

Auch die Nikolauskapelle durften wir bestaunen. (Der heilige Nikolaus, so konnten wir erfahren, ist nicht nur Schutzpatron für die Kinder sondern auch für Studierende und Reisende).

Der Turm der Nikolauskapelle ist romanisch, und stammt aus dem 13. Jahrhundert. Das Schiff der Kapelle wurde 1757 erbaut.

Die Basilika spricht für sich. Beim Betreten des Kirchenraumes wird der Blick des Besuchers von dem großen Mosaikbild im Chorraum angezogen.

Das Laacher Paradies hat so eine reiche Symbolik, wir sollten es eigentlich in uns tragen mit seiner anregenden Schönheit“. (Altabt Benedikt)

Zwischen Kirche und Refektorium erstreckt sich auf der Westseite die historische Bibliothek, die aus den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts stammt, der Zeit, als die Jesuiten in Maria Laach waren. Die Bücherregale befinden sich in Holzgalerien auf 3 Stockwerken, die durch eine gusseiserne Wendeltreppe in der Mitte des Raums erschlossen werden.

Die Bibliothek wurde 2015 renoviert und wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt.

Die Uhr schlägt bumm“… einige von uns konnten dann noch auf „Tuchfühlung“ mit den Abteiglocken gehen, hinauf zum Glockenturm. Diese Glocken konnten nicht nur ein riesiges Volumen aufweisen, damit verbunden auch die Klangstärke sondern auch eigene Namen.

Ja, jede Glocke hat ihren eigenen Namen.

Die Zeit schritt mit riesigen Schritten voran. Es war nun später Nachmittag, und um 17.30 Uhr wurden wir – durch die Vesperglocke – zum Innehalten eingeladen.

Vollgepackt mit vielen Informationen aber auch mit trockenen Kehlen, machten wir uns nun auf den Weg nach Mendig, zur dortigen Vulkanbrauerei.

Alle waren sich einig. Es war ein gelungener Nachmittag. Wir konnten die noch unberührte weithin verschonte Landschaft genießen, die Abteikirche, eines der schönsten erhaltenen Bauwerke der Romanik im Rheinland, auf uns wirken lassen, und die Geschichte dieser Abtei erfahren. Von allem schwingt etwas mit. Vor allem aber waren wir unterwegs, unterwegs auf der Suche nach tragenden Werten, die unserem Leben Sinn verleihen.

Ein gelungener Ausflug nach Maria Laach